Filmreihe zu Revolution und Internationalismus

Repression hat Tradition. Widerstand auch!
Filmreihe anlässlich des antifaschistischen-internationalistischen Blocks auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 14.01.2018.

So. 07.01./ 14.01./ 21.01./ 28.01.2018 | Filmreihe zu Revolution und Internationalismus
immer So., ab 20.00 Uhr, BAIZ, Schönhauser Allee 26A, Prenzlauer Berg

Veranstalter*innen: antifaschistischer–internationalistischer Block & BAIZ
Eintritt immer kostenlos

Teil 1/4: 07.01.2018

Rosa Luxemburg
BRD 1985, 123min., R.: Margarethe von Trotta, D.: Barbara Sukowa, Adelheid Arndt, Daniel Olbrychski, Doris Schade, Otto Sander, Jürgen Holtz, Hannes Jaenicke, Jan Biczycki, Winfried Glatzeder, Regina Lemnitz, Barbara Lass, Karin Baal

Obwohl schon über 30 Jahre alt, immer noch die verfilmte Luxemburg-Biographie schlechthin: Im Jahr 1916 blickt die Revolutionärin Rosa Luxemburg im Gefängnis auf ihr Leben zurück und spart dabei auch private Momente nicht aus. Zusammen mit Leo Jogiches engagiert sie sich politisch und setzt sich im russisch besetzten Polen für die Sozialdemokratie ein. Aber Rosa Luxemburgs Arbeit war immer gefährlich, denn sie wendet sich nicht nur gegen die russischen Besetzer Polens, sondern auch gegen die in Europa noch vorherrschende Monarchie. Trotz mehrerer Gefängnisaufenthalte steht Rosa Luxemburg auch später in Deutschland immer für ihre politischen Ideale ein, denn „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“. Als sie dann im Spartakusbund Bekanntschaft mit Karl Liebknecht macht, kommt es in Deutschland zu einer revolutionären Situation…

Barbara Sukowa wurde 1986 bei den Filmfestspielen in Cannes und beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, bei letzterem gab es auch den Filmpreis in Gold für den Besten Film.

Teil 2/4: 14.01.2018

„Sara – Mein ganzes Leben war ein Kampf“
Kurdistan 2015, 95 Min., R: Dersim Zeravan, Produzentin: Bircan Delal Yildiz

Vor 5 Jahren wurden Sara (Sakine Cansiz), Fidan Dogan und Leyla Saylemez in Paris von einem Agenten des türkischen Geheimdienstes MIT ermordet.
Sara war Gründungs- und Führungsmitglied der Arbeiter*innenpartei Kurdistans (PKK) und mit ihren Genoss*innen aktiv in der Widerstandsbewegung gegen Nationalismus und Rassismus in und außerhalb der Türkei aktiv. Gemeinsam standen sie für den Kampf um Selbstbestimmung und Selbstorganisierung, wie er stärker denn je in den kurdischen Gebieten als eine Bewegung von unten gegen nationalstaatliche Unterdrückung und kapitalistische Ausbeutung geführt wird. Der Film zeichnet das beeidndruckende Leben von Sara nach- vom Aufwachsen in Kurdistan, über den politischen Kampf, die Zeit in türkischen Foltergefängnissen, zu ihrem Exil in Frankreich.

Teil 3/4: 21.01.2018

Memoria Viva – Lebendige Erinnerung (OmU)
Spanien 2014, 120 Min, Regie: Antonio J. García de Quirós Rodríguez, Sabcat Media

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.

Teil 4/4: 28.01.2018

Algier: Mekka der Revolutionäre
Frankreich, 2014, R: Ben Salama

Ab den 1960er Jahren kämpften immer mehr Länder um Unabhängigkeit vom Kolonialismus und Unterdrückung. Befreiungsbewegungen wurden dagegen weltweit von imperialistischen und kolonialen Mächten verfolgt. Ab 1962, im Algerien der Staatspräsidenten Ahmed Ben Bella und Houari Boumediene, fanden viele von ihnen ein politisches Exil in der Hauptstadt Algier. Zahlreiche Niederlassungen von antikolonialen Gruppen, wie dem African National Congress (ANC) mit Nelson Mandela, fanden hier bedeutende Rückzugsräume. Die Dokumentation beleuchtet die Bedeutung Algeriens für verfolgte antikoloniale und antirassistische Bewegungen weltweit.